Hospizverein geht in die Schule

Reli-Unterricht in der 10. Klasse –

Ein großes Anliegen des Hospizvereins Lahr ist die Öffentlichkeitsarbeit. Dazu gehört auch die Zusammenarbeit mit den Lahrer Schulen. Seit einiger Zeit sind wir mit verschiedenen Schulen in gutem Kontakt und werden immer einmal wieder von Lehrerinnen und Lehrern angefragt, ob wir eine Unterrichtsstunde gestalten und dabei über den Hospizverein informieren möchten. Das tun wir gern, da sich die Schülerinnen und Schüler vor allem in den höheren Klassen sehr viele Gedanken zu den Themen Sterben, Tod und Trauer machen und sich intensiv damit auseinandersetzen.

Silvia Nigmann, eine unserer langjährigen Hospizmitarbeiterinnen und ich machten nun schon zum zweiten Mal die Erfahrung, in einer 10. Klasse des Scheffelgymnasiums eine andere Form des Religionsunterrichts auszuprobieren. Zunächst war es meine Aufgabe, den Hospizverein Lahr vorzustellen, Begriffe wie „Hospiz“ und „Palliative Care“ zu erklären. In diesem ersten Teil des Unterrichts ging es u. a. um die Wünsche Sterbender und die Frage an die Schülerinnen und Schüler, ob sie auch Wünsche bzgl. des eigenen Sterbens hätten. Es kamen sehr unterschiedliche, nachdenkliche Antworten. Einer wollte „ganz schnell“ sterben, eine Mitschülerin dagegen wollte „Zeit, um sich in aller Ruhe verabschieden können“, eine andere kein Leiden, keine Schmerzen ertragen müssen. Nachdem die Schülerinnen und Schüler noch Infomaterialen über den Hospizverein erhalten hatten, begann Silvia Nigmann aus der Praxis zu berichten und schilderte anhand ihrer Tagebuchnotizen die sehr intensive Begleitung einer jungen Frau, die sie bis zu deren Tod begleitet hatte.

Den Abschluss bildete ein Gedicht von Phil Bosmanns. Für jede Schülerin und jeden Schüler hatten wir zur Erinnerung an diesen Unterricht einen mit einem Wort wie z.B. „Zuversicht“, „Inspiration“, „Mut“ beschrifteten Kieselstein als Begleiter durch den Tag vorbereitet, den sich jeder aus dem mitgebrachten Korb nehmen konnte.

Wieder waren wir sehr positiv überrascht, wie viel Interesse und Aufmerksamkeit bei den Schülerinnen und Schülern zu spüren war, sich auf die Themen Sterben und Tod einzulassen und freuten uns über die gute Resonanz.

Claudia Hillig

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